Ulrike Draesner

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner studierte Jura, bis sie in Folge eines Stipendienjahres in Oxford ihre Liebe zur Literatur wiederentdeckte. Sie wechselte zur Anglistik, Germanistik und Philosophie. Nach weiteren Auslandsaufenthalten schloß sie ihr Studium 1989 ab. Anschließend promovierte sie mit einer Arbeit zu Wolfram von Eschenbachs ‹Parzival› und arbeitete an der LMU München als wissenschaftliche Assistentin. Seit 1993 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Zwei Jahre später folgte ihr literarisches Debüt, der Gedichtband ‹gedächtnisschleifen›. Weiter  Sammlungen mit Gedichten schlossen sich an, u. a. ‹anis-o-trop› (1997), ‹für die nacht geheuerte zellen› (2001), ‹kugelblitz› (2005) und ‹berührte orte› (2008). Neben der Lyrik widmet sich Ulrike Draesner Romanen, Erzählungen und Essays, es erschienen ‹Lichtpause› (1998), ‹Reisen unter den Augenlidern› (1999), ‹Mitgift› (2002), ‹Hot Dogs› (2004), ‹Spiele› (2005), ‹Vorliebe› (2010) und zuletzt ‹Richtig liegen. Geschichten in Paaren› (2011) sowie die beiden Essaybände ‹Schöne Frauen lesen› (2007) und ‹Heimliche Helden› (2013). Als erste Preisträgerin erhielt sie 2002 den Preis der Literaturhäuser, der sowohl die Qualität des literarischen Œuvres als auch seine Vermittlung und Präsentation ehrt. Draesner übersetzt Gedichte aus dem Englischen und Französischen und war an verschiedensten intermedialen und on-line-Projekten beteiligt. Gast- und Poetikdozenturen führten sie nach Kiel, Birmingham, Bamberg, Wiesbaden, Hildesheim und Biel. Außerdem war sie mehrfach als Gastprofessorin am Deutsche Literaturinstitut in Leipzig tätig. Für ihr Werk erhielt die Prosa-Autorin und Dichterin zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Drostepreis 2006 sowie den Literaturpreis Solothurn 2010.

Veranstaltungen

Junge Wege durch das Land − 5. Juli 2014