Jonas Mekas

Jonas Mekas wurde 1922 in Semeniškiai in Litauen geboren. Er ist Filmregisseur, Schriftsteller und Kurator, studierte Philosophie in Mainz und emigrierte Ende 1949 in die Vereinigten Staaten. Dort entdeckte Jonas Mekas den Avantgardefilm für sich und begann ab 1953 eigene Filme zu drehen. Bald gehörte er zu den Schlüsselfiguren des New American Cinema. Seit 1958 schreibt er Filmkritiken für das New Yorker Stadtmagazin ‹The Village Voice› in seiner Kolumne ‹Movie Journal›. Jonas Mekas arbeitete mit Künstlern wie Andy Warhol, Nico, Yoko Ono, John Lennon, Salvador Dalí und George Maciunas zusammen. Neben seiner filmischen Arbeit war er immer auch als Autor aktiv. Bis heute hat er mehr als 20 Gedicht- und Prosawerke veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Besonders bekannt ist Jonas Mekas für seine Tagebuchfilme, darunter ‹Walden› (1969), ‹Lost, Lost, Lost› (1975) und ‹Zefiro Torna› (1992). Im Jahr 2000 kam ein vierstündiger Tagebuchfilm mit dem Titel ‹As I Was Moving Ahead, Occasionally I Saw Brief Glimpses of Beauty› heraus, den Mekas aus dem Material zusammenstellte, das er in rund 30 Jahren (1970 - 1999) aufgenommen hatte. Jonas Mekas war zudem als Dozent an der New School for Social Research, dem International Center for Photography, Cooper Union, New York University und der MIT aktiv. 2007 wurde er mit dem Sonderpreis zum Roswitha Haftmann-Preis ausgezeichnet, 2008 erhielt er von Bundespräsident Heinz Fischer das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst und 2013 wurde er zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt. Heute lebt Jonas Mekas in New York City.

Veranstaltungen

Abtei Marienmünster − 28. Juni 2014