Gut Geissel

Montag, 7. Juli 2014 - 19:00


Gut Geissel − Brockstraße 16 − 33397 Rietberg


Es lesen und konzertieren





Lesung


Hans Kremer

Pierre Michon Die Elf




Konzert


Amandine Beyer & Laurence Beyer

Johann Sebastian Bach Sonate in A-Dur für Klavier und Violine BWV 1015

Giuseppe Tartini Sonate in g-Moll op. 1 Nr. 10

Wolfgang Amadeus Mozart Sonate in Es-Dur, KV 380




Neu gelesen


Eva Mattes

Heinrich Heine Die lieben, guten Westfalen




Konzert


Amandine Beyer Laurence Beyer

Carl Philip Emanuel Bach Sonate in g-Moll für Klavier und Violine BWV 1020

Johann Sebastian Bach Chaconne, aus der Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo, BWV 1004, mit der begleitenden Klavierstimme von Robert Schumann

 

Amandine Beyer Violine 

Laurence Beyer Klavier

Pause 20.30 Uhr, Ende ca. 23.00 Uhr

47 / 37 €




Wo fließt das Wasser des Lebens?


Der alte, schon im 13. Jahrhundert erwähnte Schultenhof Geissel erhielt sein jetziges Aussehen im Königreich Westphalen, als er zum Amtssitz ‹Maximilian-Commune-Mairie› wurde und Johann Maximilian Geissel die westfälischen Fachwerkgebäude durch...


Der alte, schon im 13. Jahrhundert erwähnte Schultenhof Geissel erhielt sein jetziges Aussehen im Königreich Westphalen, als er zum Amtssitz ‹Maximilian-Commune-Mairie› wurde und Johann Maximilian Geissel die westfälischen Fachwerkgebäude durch ein französisch anmutendes kleines Maison de Maitre erweiterte. Das war eine kurze Zwischenzeit nach der blutigen Französischen Revolution und vor der Restauration, in der es durchaus vereinzelt Aufstände gegen die napoleonische Herrschaft gab, andererseits jedoch wichtige Freiheitsrechte und Verwaltungsreformen eingeleitet wurden. Johann Maximilian Geissel als Maire profitierte von diesen Umständen. Pierre Michon hat ein faszinierendes Buch über ‹Die Elf›, den Wohlfahrtsausschuß der Französischen Revolution geschrieben, so kunstvoll verknüpft er historische Fakten und Fiktion, so eindringlich macht er ein nicht existentes Gemälde mit Worten bildhaft und immer fragt er: warum mußte es zur Katastrophe kommen und warum waren daran gerade Künstler beteiligt. Heinrich Heine schreibt 1830: ‹Richelieu, Robespierre und Rothschild sind die drei furchtbarsten Nivelleurs Europas› und ‹es drängte sich mir die Bemerkung auf, daß diese drei größten Terroristen noch mancherlei andere Ähnlichkeiten bieten.› Hans Kremer, ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären, an vielen Bühnen zu Hause, seit 2012 an den Münchner Kammerspielen, liest Pierre Michons Novelle. Eva Mattes ist mit Heinrich Heines ‹höchst humoristisches Reise-Epos› zu hören, in dem er die Rückständigkeit Deutschlands anklagt. Eva Mattes hat in über 200 Kinofilmen, Fernsehfilmen, Theaterinszenierungen in Haupt- und Nebenrollen gespielt und wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Amandine Beyer hat sich als Barockgeigerin international einen Namen gemacht. Ihre Bach- und Vivaldi-Einspielungen werden von der Kritik gefeiert und wurden vielfach ausgezeichnet. Sie musiziert mit namhaften Gruppen wie Mala Punica, Al Ayre Español, La Fenice oder Ensemble 415 und spielt seit 2005 regelmäßig mit Pierre Hantaï - als Duo - oder mit Le Concert Français sowie mit ihrer Schwester, der Pianistin Laurence Beyer.





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