Burg Dringenberg

Sonntag, 27. Juli 2014 - 11:30


Burg Dringenberg − Burgstraße − 33014 Bad Driburg


Es lesen und konzertieren





Lesung


Anthony Marra

Die niedrigen Himmel

Louis F. Thiele liest die deutsche Fassung




Konzert


Hille Perl

Lee Santana

Julian Podger

Robert Johnson, John Dowland, Thomas Campion, Thomas Ford, Tobias Hume




Neu gelesen


Josef Ostendorf

Erasmus von Rotterdam Vertrauliche Gespräche




Konzert


Hille Perl

Lee Santana

Julian Podger

Giovanni Felice Sances, Estienne Moulinié, Giulio Caccini, Santiago de Murcia, Antonio Martín Y Coll, Juan Arañes

Hille Perl Viola da Gamba

Julian Podger Laute, Guitarra Española, Gesang

Lee Santana Theorbe, Chitarrone, Guitarra Española

Pause 13.00 Uhr, Ende ca. 15.30 Uhr
47 / 37 / 27 €




Die Weltszene wandelt sich


Mächtig erhebt sich über dem Tal der Öse die trutzige Höhenburg Dringenberg. Ihre Erbauung auf dem rund 300 Meter hohen Bergkegel in den Jahren 1318 - 1323 verdankt sie dem Paderborner Fürstbischof Bernhard V. zur Lippe. Es handelt sich um eine...


Mächtig erhebt sich über dem Tal der Öse die trutzige Höhenburg Dringenberg. Ihre Erbauung auf dem rund 300 Meter hohen Bergkegel in den Jahren 1318 - 1323 verdankt sie dem Paderborner Fürstbischof Bernhard V. zur Lippe. Es handelt sich um eine Mantelburg mit einem Wehrturm im Nordwesten, einer Wehrmauer und einem großen Innenhof. Nach Osten und Süden umgibt sie ein breiter Burggraben, der Zwinger. An diesem Ort ist etwa um 1420 der Gelehrte Ludwig von Dringenberg geboren und aufgewachsen. Er ist ein Vorläufer des deutschen Humanismus, als Rektor der Lateinschule von Schlettstadt im Elsaß reformierte er die Schulbildung in diesem Sinne. Eine Generation später tritt Erasmus von Rotterdam für eine Humanisierung der gesamten Gesellschaft ein, für Toleranz und Versöhnung. Gewalt und Krieg lehnt er grundsätzlich ab. Seine ‹Vertraulichen Gespräche› kreisen in fast schelmischer, oft satirischer Weise um die rechte Menschenbildung. Josef Ostendorf spielt Theater in Zürich, Hamburg, Frankfurt, bei den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen, er arbeitet u. a. mit Christoph Marthaler, Jossi Wieler, Karin Beier; man sah ihn in der ‹Nibelungen›-Verfilmung, in ‹Die Buddenbrocks› sowie in ‹Eden›. In seinem monumentalen Debütroman schreibt der amerikanische Schriftsteller Anthony Marra über die Verschwundenen im Tschetschenienkrieg, wie historische Ereignisse die Hilflosen und Unschuldigen treffen, und von Liebe und Menschlichkeit, die alles überdauern. Für dieses Buch erhielt er die Nominierung zum National Book Award, John Leonard Prize und Whiting Writers' Award. Die Gambistin Hille Perl hat viele Orte unseres Planeten bereist und dort Konzerte gespielt, mit dem Lautenisten und Komponisten Lee Santana arbeitet sie seit 1984 zusammen. Beide erforschen die Welt der Alten Musik immer weiter. Der Tenor Julian Podger arbeitete u. a. mit Thomas Hengelbrock und John Eliot Gardiner zusammen, er tritt in vielen bedeutenden Konzerthäusern, wie z. B. in der Royal Albert Hall, dem Mozarteum Salzburg, dem Konzerthaus Wien, dem Teatro alla Scala und beim Edinburgh Festival auf.