Neuigkeiten

‹Was Wege durch das Land auszeichnet, sind immer ganz besonders ausgesuchte Texte, verbunden mit sehr guter Musik. Ich bin seit vielen Jahren immer wieder dabei. Es ist nicht selbstverständlich, ein derart aufmerksames, intelligentes und dankbares Publikum zu haben. Man spürt die Begeisterung der Besucher, von denen viele sicher immer wieder kommen. Die Atmosphäre hat etwas Großzügiges. Ich kenne kein zweites Literatur- und Musikfest dieser Art. Es ist ein Fest, auf das man sich freut, das man vorher, währenddessen und hinterher genießen kann.› Hannelore Hoger

Die Akademie der Lesenden Künste findet vom 10.  bis 13. Juli 2013 auf dem Gut Holzhausen / Nieheim statt. Das Thema der Sommertage ist Charles Dickens’ 1859 publizierter Roman ‹A Tale of Two Cities›. Der Schriftsteller und Übersetzer Peter Waterhouse leitet die Meisterklasse gemeinsam mit dem Schauspieler Matthias Bundschuh und Carolin Widmann, Violine.

Lesen ist immer ein Anfang. Die Literatur braucht die Ruhelosigkeit der Lesenden.

Die Akademie der Lesenden Künste beteiligt sich an dieser Aktivierung durch Meisterklassen, zu denen jeder Interessierte eingeladen ist.

Für ihr literarisches Gesamtwerk wird die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck mit dem Joseph-Breitenbach-Preis 2013 geehrt. Die Jury zeichnet sie aus ‹für ein Werk, in dem sich künstlerische Wahrhaftigkeit mit hoher Formkunst, Sprachschönheit und einer Evokationskraft verbindet, die uns in jedem Augenblick zu Mitleidenden und Mitfühlenden macht›. Der Joseph-Breitenbach-Preis gehört zu den höchstdotierten Literaturpreisen in Deutschland und wird jährlich von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und der Joseph Breitenbach Stiftung vergeben. Am 15. Juni liest Jenny Erpenbeck im Stift Fischbeck aus ihrem Roman ‹Aller Tage Abend›. 

22.04.2013 Musikalische Lesung mit Klaus Maria Brandauer

Am Montagabend, den 22. April 2013, fand eine musikalische Lesung in Kooperation mit ‹Wege durch das Land›, dem Literatur- & Musikfest in Ostwestfalen-Lippe, in der Landesvertretung NRW in Berlin statt. Klaus Maria Brandauer, einer der wenigen deutschsprachigen Schauspieler mit globaler Anerkennung, las „betr. Jürgen von der Wense“. Die Texte des Dichters, Musikers und Wanderers von der Wense, eines der unkonventionellsten Künstler und Gelehrten des 20. Jahrhunderts, las Brandauer erstmals zur Festivaleröffnung 2009. Begleitet wurde der aus Film (u.a. „Mephisto“) und Theater (u.a. „Jedermann“) bekannte Schauspieler vom Pianisten Arno Waschk. Er komponierte u.a. die Schauspielmusiken zu Faust I am Burgtheater Wien, an dem Brandauer Ehrenmitglied ist. Die über 300 Gäste, für die auch ins Atrium übertragen wurde, begrüßte Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und bekennende Ostwestfälin. Sie lobte die einzigartige Dichte und Vielfalt der Kulturlandschaften an Rhein und Weser und nannte das Festival „Wege durch das Land“ ein Beispiel für eine gelungene regionale Kulturpolitik. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Dr. Brigitte Labs-Ehlert führte in die alte ostwestfälische Kulturlandschaft („Heliandslied“) sowie in das ungewöhnliche Werk von der Wenses ein, der Erkenntnisse v.a. beim Wandern gewann. Jürgen von der Wense (1894-1966) war ein scharfsichtiger Beobachter und Biograph jener Landschaft, die er als „ostfälisch“ bezeichnete. Das 14. Literatur- und Musikfest in Ostwestfalen-Lippe „Wege durch das Land“ führt vom 9. Mai bis zum 10. August 2013 an 23 Schlösser, Herrenhäuser, in Klöster und Deelen sowie unter den nächtlichen Sternenhimmel dieser kulturträchtigen Region. Klaus Maria Brandauer stellte von der Wenses Werk seit dem Kriegsausbruch 1914 über die erzwungenen Wanderjahre der NS-Zeit bis hin zur einsamen Suche nach Frieden mit Gott und Natur der 1960er Jahre vor. Während Brandauer mit großer Virtuosität, aber zugleich sehr zurückgenommen agierte, spielte Arno Waschk brilliant und anrührend Klavierwerke von Lieblingskomponisten von der Wenses wie Bartok, Bruckner, Chopin und Mahler. Das Publikum ging über 90 Minuten konzentriert, fast lautlos mit und dankte am Schluss mit lang anhaltendem Beifall.

© Landesvertretung NRW

Der türkische Komponist und Pianist Fazil Say wurde zu Beginn dieser Woche von einem Gericht in der Türkei wegen Verunglimpfung des Islams zu einer zehnmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Im vergangenen Jahr hatte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mehrere kritische Kommentare veröffentlicht, in denen er auch Lyrik des aus dem 11. Jahrhundert stammenden Philosophen Omar Khayyam zitierte. Am 25. Mai spielt Fazil Say im Konzerthaus in Detmold u.a. seine Komposition ‹Khayyam›, die er dem Dichter gewidmet hat.

 

Lesen Sie hier Fazil Says offizielles Statement zur Anklage:

‹My musical life is devoted to understanding the culture, history and spirit of this country. My compositions, such as "Black Earth", "Hezarfen Ney-flute Concerto", "Istanbul Symphony", are being performed around the world by many musicians and reach audiences from all segments. Taking this into account, it wouldn't be wrong if I claimed I contributed to the global recognition of the Anatolian culture. Some people are trying to take advantage of the situation by making incorrect interpretations of my comments on some delicate issues which makes me come face to face with my biggest inspiration; my country. It makes this difficult process even more unbearable when insulted and attacked. I did not intend to insult any person or institution. That kind of attitude would contradict an artist's sensitivity to society. I always respected freedom of expression which is the right of everyone. I'm asking these individuals and institutions to pay some attention to my music to avoid a destructive prejudice and to be able to understand how I feel about the values of my society.›

Margarita Broich, die insbesondere durch zahlreichen Theaterengagements und ihre kunstvollen Fotografien von Schauspielkollegen bekannt ist,  wird im kommenden Jahr in ihrer ersten Rolle als neue Frankfurter Tatort-Kommissarin zu sehen sein.  Eine Besetzung, ‹von der man sich viel versprechen darf›, wie die FAZ schreibt. Am 8. und 9. Juni wird sie auf dem Heininghof in Werther aus Maria Beigs ‹Annas Arbeit› lesen. Für die Veranstaltung sind Karten erhältlich. 

Buildings aren't objects alone – Gebäude sind nicht allein Objekte›

Die diesjährige Rede zur Architektur hält Rafael Moneo am 6. Juli 2013 um 17 Uhr im Kloster Dalheim

Rafael Moneo erzielt bei Profanbauten eine berückende Sublimität und hat für das Sakrale eine zeitgemässe Sprache gefunden. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u. a. den Pritzker-Preis, die Goldmedaille des Royal Institute of British Architects, den Mies van der Rohe Award for European Architecture sowie 2012 den Prinz-von-Asturien-Preis.

Hanns Zischler erhält den Preis der Literaturhäuser 2013. Wir gratulieren dem Schauspieler, der auch als Dramaturg, Regisseur, Hörspielsprecher, Fotograf, Übersetzer und Schriftsteller tätig ist. Er liest am 18. und 19. Mai im Schloß Welda Texte von Henry David Thoreau.

‹Ich bin im Unruhestand; sozusagen im Vorfrühling. Es ist wichtig, offen für Neues zu sein›, sagt Hannelore Hoger zu ihrem Abschied als ‹Bella Block›. Im Kloster Dalheim gibt sie eine zweite Lesung am 5. Juli 2013 um 19 Uhr. Im Anschluß ist das Ensemble Stile Antico zu hören. Das britische Vokal-Ensemble Stile Antico ist eine Klasse für sich. Stimmlich perfekt und makellos klar interpretiert  es Meisterwerke der Renaissance.

Das Interesse am Literatur-und Musikfest ist auch in diesem Jahr wieder erfreulich groß. Am ersten Tag des Kartenverkaufs sind über 5000 Karten verkauft worden. Wir haben für einige Veranstaltungen Wartelisten eingerichtet, in die Sie sich bei Interesse unbedingt eintragen sollten. Zusatzveranstaltungen können wir für die Roßmühle Oberbauerschaft und die Orangerie Rheda anbieten.Katharina ThalbachMohammed Bennis und Fazil Say sind am 25. Mai im Konzerthaus Detmold zu hören. Für die meisten Veranstaltungen sind noch gute und sehr gute Karten erhältlich.

Bei uns ist sie im Konzert am 3. August 2013 im Schloß Corvey zu hören: Anna Prohaska, der Eleonore Büning in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 19. März 2013 einen Artikel mit der Überschrift widmet ‹Kleine Königin der großen Pose›: ‹An Ausdruckswut und Charisma gibt es keine, die der Prohaska das Wasser reichen könnte.› Wie schön, daß es für dieses Konzert und die Lesung von Lars Eidinger noch Karten gibt.

Wir freuen uns, daß Constanze Becker mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring, dem wichtigsten Theaterpreis, ausgezeichnet wurde. Bei uns liest sie am 30. Mai 2013 in der Zionskirche von Bielefeld-Bethel Gedichte u. a. von Frida Kahlo.